Hochschule Reutlingen

Forschungsprojekte

Entdecken Sie innovative Textilforschungsprojekte für eine nachhaltige Zukunft! Unsere Forschungsbemühungen vereinen modernste Technologien und traditionelle Handwerkskunst, um bahnbrechende Lösungen für die textilbasierte Industrie zu entwickeln. Von intelligenten Geweben bis hin zu umweltfreundlichen Fasern - tauchen Sie ein in die Welt unserer wegweisenden Projekte, die die Grenzen der Textiltechnologie neu definieren. Erfahren Sie mehr über unsere visionären Ansätze und wie sie die Branche revolutionieren. Ihre Zukunft, gewoben aus Innovation und Nachhaltigkeit, beginnt hier.

Aktuelle Projekte

Weitere Projekte

Das Projekt GloVi beinhaltet die Entwicklung eines komplexen Verfahrens zur Herstellung maßgeschneiderter Handschuhe für Wintersportarten. Der Produktentstehungsprozess erfolgt vollautomatisch mittels einer MachineVision-Anwendung zur industriellen Produktion maßgefertigter Handschuhe. In den einzelnen Schritten des Projekts werden unterschiedliche Handtypen und ein Maßset für eine spezifischere Größensystematik definiert. Zur ortunabhängigen Generierung eines digitalen Zwillings der Hände wird ein Machine-Vision-Use-Case für mobile Endfunkgeräte entwickelt. So kann das maßgefertigte Endprodukt ohne die Herstellung von Mustern produziert werden. Die Entwicklung der mobilen Anwendung dient zur ortsunabhängigen und übertragungsfehlerfreien Erfassung von 3D-Scans, welche als Schnittstelle zur automatischen Konstruktion für spezifische Ausrüstung anhand der personenindividuellen Maße der Hände dient. Das hohe Maß der Innovation des Projektes zeigt sich in der interaktiven Schnittkonstruktion, die automatisch unter Berücksichtigung der Materialparameter durch die MachineVision Anwendung generiert wird, zur digitalen Passform- und Funktionalitätsüberprüfung des Produktes.

 

Projektlaufzeit: 01.05.2024 - 31.07.2026

Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Katerina Rose und Prof. Matthias Rätsch

Es ist beinahe wie im Märchen, wo Stroh zu Gold gesponnen wird: Aus den heimischen Pflanzen Flachs und Hanf sollen textile Fasern gewonnen werden, die je nach Beschaffenheit in verschiedenen Bereichen von Dämmstoffen bis Garne für Oberbekleidung Anwendung finden. Eine zentrale Rolle für die notwendige Prozessinnovation spielt dabei die hochmoderne, weltweit einzigartige Steam-Explosion-Forschungsanlage des Startups Fibers365 aus Lenningen. Die TEXOVERSUM Fakultät Textil begleitet das Projekt wissenschaftlich, unterstützt bei der Produktentwicklung und steuert das textiltechnische Knowhow bei. Hier fließt die in unserem Nachhaltigkeitslabor gebündelte jahrelange Erfahrung in der Naturfasergewinnung und -verarbeitung ein.

Eine mehrmonatige Machbarkeitsstudie untersucht die gesamte Prozesskette von der Landwirtschaft über die Faseraufbereitung bis hin zur Herstellung marktfähiger Produkte. Als Ausgangsmaterial dienen die in der Region angebauten Faserpflanzen Flachs- und Hanf, deren geerntete Stängel mit Hilfe des Dampf-Aufschluss-Verfahrens (Steam-Explosion) in ihre Einzelbestandteile aufgetrennt und industriell weiterverarbeitet werden. Das Verfahren kommt ohne Chemikalien aus, arbeitet nur mit Wasser und Druck und ist sehr wirtschaftlich.

Überaus interessant werden die zu entwickelnden textilen Vor- und Endprodukte sein: Denkbar sind Anwendungen auf Vliesstoffbasis in Bereichen wie Verpackungen, Automobil oder als Baustoff dienende Geotextilien. Je nach Faserqualität, könnten daraus sogar Garne für Web- und Strickwaren wie zum Beispiel für Oberbekleidung entstehen.

In Baden-Württemberg soll die regionale Wertschöpfung der traditionellen Textilindustrie wiederbelebt werden.

Die TEXOVERSUM Fakultät Textil der Hochschule Reutlingen ist gemeinsam mit der Fibers365 GmbH Lenningen Antragsteller für das Projekt „FLAX365“. Projektbeteiligte sind zudem verschiedene Unternehmen und Dienstleister aus der Textil- und Vliesstoffindustrie. 

 

Industriepartner:             Fibers365 GmbH

Projektlaufzeit:                01.08.2022-31.07.2024

Auf Basis einer journalistischen Recherche entstand die Idee, einen Schuh zu entwickeln, der einen positiven Impact hat – konkret das bestehende Müllproblem in Afrika zu adressieren, welches aus unserem Konsumverhalten, fehlender Herstellerverantwortung und Recyclingschwierigkeiten resultiert.  
Dazu gibt es eine Konzeptskizze, die in diesem Fördervorhaben zu einem realen Produkt entwickelt werden soll. Basis dafür ist ein Granulat aus nicht mehr nutzbaren Sneakern, die in Kenia gesammelt und aufbereitet werden. 
In diesem Projekt soll zudem transparent darüber berichtet werden, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen uns bei dem Ziel einen „Impact-Sneaker“ zu entwickeln begegnen und welche Lösungen wir dafür finden. Zeitgleich soll anhand dieses konkreten Projektes ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsbildung in unserer Gesellschaft erbracht werden. 
Um die wesentlichen Einflussgrößen wissenschaftlich sauber zu bewerten, wollen wir bilanzieren, was das Saldo unseres Projekts im Sinne der Nachhaltigkeit ist – und damit die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Schwachstellen legen. 
Die TEXOVERSUM Fakultät Textil begleitet das wissenschaftlich auf zwei Ebenen. Auf der technologischen Ebene wird die Produktentwicklung insbesondere mit Blick auf die Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien. Zudem wird ein Lifecycle-Assessment initiiert, um zu bewerten, ob der „Impact-Sneaker“ tatsächlich nachhaltiger ist als herkömmliche Produkte. Auf der managementorientierten Ebene wird das Projekt durch konsumentenorientierte Marktforschung begleitet, um die Marktfähigkeit des entwickelten Produktes und des zugehörigen Geschäftsmodells von Beginn an sicherzustellen.  

 

Projektlaufzeit: 08.08.2022 - 31.07.2023

Mittelgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU

Ansprechpartner: Prof. Tina Weber und Dipl. Ing. FH Kai Nebel

m Projekt „Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von 3-dimensionalen Strukturen aus pflanzlichem Zellgewebe mittels 
„Pump Moulding“ soll am Beispiel der Sonnenblume die Verarbeitung von Zellgeweben, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Fasergusstechnologien untersucht werden. Bisher werden in der Textil-  und Papierindustrie nur Fasern verarbeitet, nicht jedoch das (nicht lineare) Zellgewebe. Bei der Fasergusstechnologie wird auf eine perforierte Negativform 
(Werkzeug) des herzustellenden Produktes die Faserstoffsuspension gegossen und durch Vakuum entwässert. Durch den Entzug des Wassers lagern sich die Fasern an der Formoberfläche ab und werden mittels einer Gegenform getrocknet. Beim Mark der Sonnenblume (folgend SBM) handelt es sich nicht um Fasern, sondern um das Gewebe der Pflanze. Die Verarbeitung pflanzlichen Gewebes mittels Faserguss sind in der Literatur bisher nicht untersucht. Auch sind Forschungsprojekte in diesem Bereich nicht bekannt.  Aufgrund der geometrischen Form wird im Gelege eine Perlmuttstruktur erwartet, die zu hoher Druck-  und Berstfestigkeit beiträgt. Dies soll ohne die Zugabe von Bindern erreicht werden, sodass sortenreines und biologisch abbaubares Material hergestellt werden kann. Bei erfolgreicher Umsetzung des Projekts, ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen. Zugleich handelt es sich bei den untersuchten Pflanzen um ein Nebenprodukt der Nahrungsindustrie, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Es wird keine weitere Anbaufläche benötigt, und es entsteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie. Weitere Ansprüche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung über die Aufbereitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch ökonomische Ansprüche wie ein finanzieller Mehrwert für Landwirte, Schaffung neuer Arbeitsplätze und dadurch die Steigerung des Wohlstandes. Diese werden von der Sonnenblume, genauer gesagt dem Gewebe der Sonnenblume, erfüllt. 

 

Projektlaufzeit: 01.12.2022 - 31.08.2023

Mittelgeber: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Im hier beantragten Projekt möchten die Antragsteller am Beispiel der Sonnenblume untersuchen, ob Zellgewebe, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Vliesstofftechnologien verarbeitet werden können. Bisher werden in der Textilindustrie nur Fasern zum Beispiel aus der Rinde von Pflanzen verarbeitet, nicht jedoch das (nicht lineare) Zellgewebe aus dem Stängel. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob sich diese Gelege mit ihren mechanischen Eigenschaften zur Substitution von Polystyrol im Bereich Verpackung eignen. An einer Nassvliesanlage werden Vliese gebildet, indem Fasern in einer Bütte in Wasser vereinzelt 
(Suspension) und die Suspension auf einem Sieb aufgeschwemmt werden. Durch das Sieb wird das Wasser abgesogen. Zurück bleiben die Fasern, die nun wirr als Gelege abliegen, anschließend getrocknet und abschließend anwendungsspezifisch ausgerüstet werden. Bei dem Mark der Sonnenblume handelt es sich nicht um Fasern, sondern um das Gewebe der Pflanze. Die Verarbeitung von pflanzlichem Gewebe mittels der Nassvliestechnologie wurde in der Literatur bisher nicht untersucht, auch sind Forschungsprojekte in diesem Bereich unbekannt. Bisher wurde dieser Prozess nur mit Fasern durchgeführt, andere Geometrien wurden nicht berücksichtigt. 
Es wird erwartet, dass je nach Art der Vorbehandlung des Gewebes, sprich des mechanischen Aufschlusses, verschiedene mechanische Eigenschaften erzielt werden können. Aufgrund der geometrischen Form wird im Gelege eine Perlmuttstruktur erwartet, die zu hoher Druck- und Berstfestigkeit beiträgt. Dies soll ohne die Zugabe von Bindern erreicht werden, sodass sortenreines und biologisch abbaubares Material hergestellt werden kann. 
Durch die Neuartigkeit der Idee hat das Projekt einen starken Forschungscharakter, da Grundlagen aus der Faserverarbeitung nur teilweise übernommen werden können. Weitere Erkenntnisse müssen mittels experimentellen Vorgehens gewonnen und evaluiert werden. Durch diesen experimentellen Ablauf ist der Erfolg ungewiss. Sollte das Projekt jedoch erfolgreich umgesetzt werden, ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen und damit unendlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen. Zugleich handelt es sich bei den untersuchen Pflanzen um ein Nebenprodukt der Nahrungsindustrie, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Dadurch wird keine weitere Anbaufläche benötigt, und es entsteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie. Darüber hinaus ist die Sonnenblume nicht nur in Europa weitverbreitet, daher kann gewonnenes Wissen weltweit angewandt werden. Weitere Ansprüche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung über die Aufbereitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch ökonomische Ansprüche wie den finanziellen Mehrwert für Landwirte, Schaffung neuer Arbeitsplätze und dadurch die Steigerung des Wohlstandes. Diese werden von der Sonnenblume, genauer gesagt, dem Gewebe der Sonnenblume erfüllt. 

 

Projektlaufzeit: 01.09.2022 - 31.08.2024

Mittelgeber: Vector Stiftung

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Volker Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Erfassung und Klassifizierung der betriebsinternen textilen Restposten. Evaluierung der Weiterverwendungs- und Recyclingmöglichkeiten. Empfehlung zu potenziellen Einsatzmöglichkeiten und ggf. Recyclingkonzepten. 

 

 

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung innovativer piezo-elektrischer Mehrkomponentengarne mit einem beweglichen Kern-Mantel-Aufbau und einer dadurch erhöhten Flexibilität, Widerstands-fähigkeit und Zuverlässigkeit für sensorische textile Materialien. Im Gegensatz zu bisherigen Forschungsbestrebungen zur Herstellung von Piezogarnen mit konzentrischem Aufbau sollen diese einen be-sonders hohen textilen (flexiblen und biegeweichen) Charakter auf-weisen und zu textilen Flächen weiter verarbeitbar sein. Dazu sollen die Garne auf Basis des piezoelektrischen Polymers Polyvinylidenflu-orid (PVDF) erstmals mithilfe der Kombination verschiedener Flecht-prozesse anstelle des Bikomponentenschmelzspinnverfahrens her-gestellt werden. Die Piezogarne sollen in Funktionsmustern exemp-larisch hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit evaluiert werden. 

 

 

Ziel des Forschungsprojektes ist die Substitution von Kunststoffen durch die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte auf der Basis von Naturfasern, z.B. zur Herstellung von Faservliesen für die Landwirtschaft oder mehrdimensionale Faserstoffverpackungen mit Barriereeigenschaften sowie faserverstärkten Bauteilen aus regionalen Restfasern. Dies bietet für viele Anforderungen und Branchen eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu den bislang eingesetzten rohölbasierten Kunststoffen. Im Projekt werden die nachhaltigen Rohstoffe und hergestellten Halbzeuge in Hinblick auf die geforderten Eigenschaften der verschiedenen Verpackungsanwendungen die mit Hilfe der Nass- und Trockenvliesstofftechnik hergestellt werden, evaluiert. Es werden dabei vor allem neuartige, bisher noch nicht eingesetzte natürliche  Rohstoffe untersucht. 

 

Projektlaufzeit: 01.12.2020 - 30.11.2023

Mittelgeber: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Volker Jehle 

Aufgrund der klima- und umweltbedingten Probleme als entschei-dender Herausforderung der heutigen Generation, müssen vorhan-dene Produkte und Verfahren überdacht und verbessert werden, um einen Beitrag zum europäischen Green Deal, der als Grundlage der Nachhaltigkeitsziele BaWü dient, zu leisten. Dafür muss die Wirtschaft ressourceneffizienter werden, ohne dass das Wirt-schaftswachstum negativ beeinflusst wird. Unter anderem wird ge-fordert, das „Naturkapital der EU zu schützen, bewahren und zu verbessern und die Gesundheit und Wohlergehen von Menschen vor umweltbedingten Risiken und Auswirkungen zu schützen“. Eine Lösung zur Verminderung des Ressourcenverbrauchs ist die Kaskadennutzung von Pflanzen. Dabei sollen unter anderem Ne-benprodukte aus der Nahrungsmittelindustrie betrachtet werden, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Dabei sollen nicht-faser Bestandteile auf eine mögliche Verarbeitung mit textilen Verfahren untersucht werden. Die Verarbeitung pflanzlichen Gewe-bes mittels Faserguss ist weder in der Literatur untersucht, noch sind, ausgenommen der Projekte MINT und MLR mit ZellPumpM an der HS RT, keine weiteren Forschungsprojekte in diesem Bereich bekannt. Als Ausgangpunkt des Projektes steht die Identifizierung von weiteren kaskadennutzbaren markhaltigen Pflanzen, deren Ver-arbeitung und Einsatzmöglichkeiten. Daraus leitet sich unmittelbar eine ökologische und ökonomische Effizienzsteigerung ab, da aus einer bereits kultivierten Pflanze weitere Bestandteile Verwendung finden. Die Ausgangsrohstoffe werden mit textilen Verfahren aufge-schlossen und verarbeitet. Die aufgeschlossenen Rohstoffe werden mittels Faserguss zu primären Produkten geformt. Bei der Faser-gusstechnologie wird auf eine perforierte Negativform (Werkzeug) des herzustellenden Produktes die Faserstoffsuspension gegossen und durch Vakuum entwässert. Durch den Entzug des Wassers la-gern sich die Fasern an der Formoberfläche ab und werden mittels Gegenform getrocknet.  
Innerhalb der Machbarkeitsstudie (Förderphase 1) „Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von 3-dimensionalen Strukturen aus pflanzlichem Zellgewebe mittels ‚Pump Moulding‘“ (ZellPumpM) wurde die Machbarkeit unter verschiedenen Aspekten wie ökologi-sche, soziale und ökonomische Auswirkungen am Beispiel der Son-nenblume sowie die Verarbeitung von deren Zellgeweben, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Fasergusstechnologien erfolg-reich untersucht. Weitere Ansprüche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung über die Aufbe-reitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch öko-nomischen Ansprüche, wie ein finanzieller Mehrwert für Landwirte, Schaffung neuer Arbeitsplätze und Steigerung des Wohlstandes die Folge. Es wurden erfolgreich erste Prototypen hergestellt, wodurch sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen ergibt. 
Ziel des Projektes (ZellPumpM2) ist die Identifizierung von weiteren pflanzlichen Ressourcen innerhalb einer Kaskadennutzung, die Auf-bereitung dieser Ressourcen und Ermittlung möglicher Einsatzge-biete. Hierzu gehört die Erweiterung des Kenntnisstandes bei der Verwendung von pflanzlichen nicht-faser Materialien. Ebenso wer-den im Projekt weitere innovative Ideen und Möglichkeiten zur Sub-stitution von Kunststoffen mittels Faserguss, die bisher noch nicht durchgeführt wurden, entwickelt.   

 

Projektlaufzeit: 01.11.2023 - 31.10.2025

Mittelgeber: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Der Bereich Smart Textiles gilt als Wachstumsmarkt. Bis 2021 sollen z.B. bereits 238 Mio. Smart Wearables produziert werden. Diese sind von einer geeigneten Energieversorgung abhängig, die in der Regel durch konventionelle Batterien/Akkus sichergestellt wird. Superkondensatoren sind langlebige Energiespeicher, die u.a. dort eingesetzt werden wo Energie schnell gespeichert oder freigesetzt werden muss. Die Elektroden solcher Superkondensatoren können auch aus Carbon-Nanovliesen hergestellt werden. Davon ausgehend sollen textile, also flexible, Superkondensatoren entwickelt werden, die eine geeignete Integration von Energiequellen in ein Smart Textile erlauben, ohne dass auf konventionelle Batterien oder Akkus zurückgegriffen werden muss.  Energiespeicherung ist ein wichtiges Zukunftsthema. Für Wearables, sind textile Energiespeicher ein konsequenter Schritt zu einer stärkeren Integration von elektronischer Komponenten in ein Textil. Energiespeichernde Textilien sind aber auch für andere Bereiche sehr interessant. Im Automotivebereich bspw. ändern sich mit der zunehmenden Elektrifizierung und dem autonomen Fahren die Nutzungsszenarien. Daraus ergeben sich neue Anforderung an das Interieur. Interieurtextilien werden zunehmend mit elektronischen Funktionen ausgestattet oder könnten als Energiespeicher interessant werden. Das Forschungsprojekt, beinhaltet die Schaffung der Grundlagen und die Entwicklung geeigneter Kohlefasernanovliese (Projektpartner DTNW), die Entwicklung geeigneter Separatorvliese und die Realisation textiler Superkondensatoren auf dieser Basis. Die Forschungsschwerpunkte liegen hier auf dem Spinnen von Nanofaservliesen aus bspw. Polyacrylnitril, die anschließend über Carbonisierungsverfahren in Carbon-Nanofaservlies umgewandelt werden. Auf diese Art entstehen Elektrodenmaterialien mit sehr großer Oberfläche. Über geeignete Funtionialisierung/Dotierung der Spinlösungen mit Metalloxid-Präkursoren und weitere Additiven sollen dotierte und poröse Carbonnanofaservliese hergestellt werden. Durch die resultierende zusätzliche Oberflächenvergrößerung ergeben sich signifikante Steigerungen der Elektrodenoberflächen, was zu einer Kapazitätsteigerung der Kondensatoren führen soll. Durch die Dotierung sollen Kondensatoren realsiert werden, die zusätzlich eine elektrochemische Pseudokapazität besitzen. An der Hochschule Reutlingen werden hierzu maßgebliche Charakterisierungen, insbesondere der elektrischen Eigeschaften durchgeführt. Außerdem werden verschiedene Elektrolytsysteme untersucht, wobei insebsondere ionische Flüssigkeiten eine Rolle spielen, da hier höhere Spannungen als bei wässrigen Elektrolyten angewendet werden können. Dabei ist die Herausforderung nicht nur das Realisieren möglichst leitsungsfähiger Superkondesatoren, sondern auch die Übertragung in ein textiles Produkt.   

 

Projektlaufzeit: 01.03.2021 - 31.10.2023 

Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 

Ansprechpartner: Prof. Dr. Torsten Textor

Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung hoch-elastischer Cobotschutz-hüllen, welche den speziellen, sicherheitstechnischen Anforderun-gen durch geringste Gegenkräfte bei höchstmöglicher Bewegungs-freiheit entsprechen. Dies erfordert die Analyse, Simulation und Optimierung der physikalischen Eigenschaften von Schutzhüllen für Cobots.  
Des Weiteren sollen eine Stoffstruktur entwickelt werden, die den Cobot vor äußeren Einflüssen schützt, aber gleichzeitig hochelasti-sche Eigenschaften aufweist sowie Konfektionierungslösungen ent-wickelt werden, die Materialmehrweiten vermeiden, aber gleichzeitig einen größtmöglichen Bewegungsradius des Roboters gewährleisten. Die elastische Beschichtung weißt eine glatte Oberfläche wodurch  die Hüllen teilweise gereinigt werden können und die Nutzungszeit verlängert wird. Dies ist ein erheblicher Beitrag zur nach-haltigen Nutzung der Schutzhülle. 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2020 – 31.07.2022 

Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Katerina Rose

Im Vorhaben werden wettbewerbsübergreifend durch die 3 Projektpartner verschiedene Langfaserkonzepte in anwendungsspezifischer Form mit Kurzfaservliesen kombiniert. Damit werden dem Markt faserkeramische hybride Materialien (O-CMC) zur Verfügung gestellt, welche optimale Kosten-
/Nutzenmerkmale bieten. Neben der Entwicklung von Hybriden Vlies–Filamentkombinationen, kommen Faserabfälle, die bei der Wickeltechnik anfallen zum Einsatz. Damit wird die Kostensituation wesentlich verbessert. Ein weiterer zusätzlicher Aspekt ist der Einsatz der Oxid Keramischen Faserverbundwerkstoffe für den Einsatzbereich von thermoschockbeständigem Composite im Ofenbereich. Hier sollen Kostensenkungsziele von 80% dargestellt werden. Im Bereich der  O-CMC ohne Funktionseinschränkung liegen die Kostensenkungen bei 5% und 30% beim Einsatz von Recyclatfaser mit gewissen Einschränkungen im O-CMC Bauteil. Neben der Evaluierung und Verarbeitbarkeit der Recylatfasern im Nassvliesprozess werden Vlies-Filamenthybride entwickelt, und die Verarbeitungstechnik im Bereich der Wickeltechnologie sowie der textilen Strukturtechnologie der jeweiligen Industriepartner entwickelt um kostengünstige Bauteile zu realisieren. 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2020 - 30.04.2022

Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Volker Jehle

Die starke Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Prozessen in der Textil- und Modeindustrie und ihrem globalen Markt erfordert eine kontinuierliche Umsetzung des Leitprinzips Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Aus- und Weiterbildung und der Industrie. Das Projekt Fashion DIET sieht die Entwicklung neuer Instrumente zur Verbesserung der Schlüsselkompetenzen von Dozierenden, Lehrpersonen, Ausbilderinnen und Ausbildern, Studierenden und jungen Textilspezialisten mit den folgenden drei Maßnahmen vor:

1.         Weiterbildungsmodul zu BNE in der textilen Kette

2.         Informations- und E-Learning-Datenbank 

3.         Lehr- und Lernmaterialien

Projektziele:

Ziele sind umwelt- und sozialverträgliche Produktionsbedingungen in EU-Ländern wie Rumänien und Bulgarien sowie ein Wissensvorsprung durch den Transfer von BNE in allen drei Partnerländern, welcher sich auch auf den Verbrauchermarkt vor allem in Deutschland auswirken soll. Die didaktisch aufbereiteten Inhalte und die Methodik werden von vier Partnern in drei Ländern entwickelt: der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Hochschule Reutlingen in Deutschland, der Technischen Universität Gheorghe Asachi Iaşi in Rumänien und der Trakischen Universität Stara Sagora in Bulgarien.

Die Partneruniversitäten werden Lehr- und Lernmaterial entwickeln, testen und evaluieren, welches auf dem neuesten Stand der Forschung in den Bereichen Mode, Textil und Nachhaltigkeit sowie auf einer langjährigen Tradition und Erfahrung in der textilbezogenen Aus- und Weiterbildung basiert.

 

Projektpartner:                Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland (Koordinator)

                                               Hochschule für Angewandte Wissenschaften Reutlingen, Deutschland

                                               Technische Universität Gheorghe Asachi Iaşi, Rumänien

                                               Trakische Universität Stara Sagora, Bulgarien

Projektlaufzeit:                01.09.2020-31.08.2023

Homepage:                        https://fashiondiet.eu/

 

Das Projekt Fashion DIET wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Erstellung dieser Webseite stellt keine Billigung des Inhalts dar, welcher nur die Ansichten der Verfasser*innen wiedergibt, und die Kommission kann nicht für eine etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen haftbar gemacht werden.

Ziel ist die Entwicklung und Evaluierung von Materialzusammenset-zungen und Prozesskenngrößen für die Entwicklung von Nassvliesen aus Fasern aus Gärresten. 
Im ersten Schritt werden verschiedene Binder im Labormaßstab zur Rezeptermittlung an der Nassvliesanlage evaluiert.  
Im zweiten Schritt werden die Prozessparameter für die Verarbeitung von Gärresten auf der Nassvliesanlage ermittelt. 

 

Projektlaufzeit: 01.07.2019 - 31.05.2020

Mittelgeber: Industrie

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Volker Jehle

Im Rahmen des Projektes InBiO wurde von einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Chemie, Informatik, Industriedesign und Textiltechnologie, an einem innovativen Automobilinterieur mit biobasierten, interaktiven Oberflächen gearbeitet.

Inhaltlich ergaben sich aus der Zielsetzung eine Reihe von Aufgaben, die sich in verschiedene Ebenen aufgliedern lassen, die hier kurz angerissen werden:

1. Definition eines Nutzertypus für den es gilt, das innovative Automobilinterieur zu entwickeln.

2. Die Erarbeitung eines Bedienkonzeptes, das eine nutzerfreundliche Bedienung sicherstellt. Dies vor dem Hintergrund der immer komplexeren Technik im modernen PKW.

3. Die Auswahl von biobasierten Oberflächen/Materialien als Alternative zu den klassischen, in der Regel erdölbasierten Materialien. Wobei es gilt zum einen Materialien zu definieren, die biobasiert sind und den technologischen Anforderungen genügen können. Zum anderen solle das Interieur eine Produktpersönlichkeit vorweisen, die den nachhaltigen Charakter der biobasierten Oberflächen vermittelt aber gleichzeitig den Erwartungen des Nutzertyps nach einem innovativen Interieur gerecht wird.

4. Entwicklung von textilbasierten Schalt- bzw. Bedienelementen auf Basis der bio-basierten Materialien

5. Technische Umsetzung des Gestaltungs- und Bedienkonzepts bei gleichzeitiger Integration in ein CAN-Bus-System.

6. Erstellung eines Demonstrators, der das Ergebnis der Entwicklung erlebbar macht und Probandenstudien erlaubt.

 

Ein übergeordnetes Ziel der durchführenden Forscher war es, dabei konsequent einen interdisziplinären Ansatz zu verfolgen. Das bedeutet, dass bereits ab der Planung des Forschung- und Entwicklungsprojektes alle relevanten Disziplinen in das Projekt eingebunden sein müssen. 

 

Im Rahmen der interdisziplinären Arbeiten ist es im Projekt gelungen, entsprechend der Zielsetzung ein innovatives Automobilinterieur zu konzipieren und zum Teil als Demonstrator zu realisieren. Dieses Interieur ist auf die Persona Christian Peter zugeschnitten – einem technikaffinen verheirateten Familienvater in den 50er Jahren mit hohem Einkommen, dem bei seinem Automobil der Fahrspaß wichtig ist. Es konnte ein Interieur realisiert werden, dass auf bio-basierten Materialien beruht. Hier wurden primär textile Substrate aus Baumwolle sowie Verkleidungselemente auf Holz eingesetzt. Die textilen Elemente wurden über entsprechende Funktionalsierungen und Konstruktion integriert und
als Bedienelementen für eine Vielzahl von relevanten Schaltfunktionen im Automobil eingesetzt. Die interaktiven Textilelemente erfüllen Schaltfunktionen und sind so konzipiert, dass gleichzeitig ein optisches Feedback möglich ist. Dabei ist das Bedienkonzept so ausgelegt, dass eine Vielzahl von Funktionen übersichtlich ausgewählt werden kann. Neben dem optischen Feedback, dass über die interaktiven Textilbauteile gegeben werden kann, sind auch die auf Holz basierenden Verkleidungselemente aufgrund ihrer speziellen Herstellungsart bedingt lichtdurchlässig, sodass auch über diese in Kombination mit geeigneten (verborgenen) Leuchtelementen ein Feedback möglich ist oder auch eine bestimmte Lichtstimmung geschaffen werden kann. Der gesamte Demonstrator ist so konzipiert, dass die gesamten Bedienelemente inkl. Schaltung, Lenkrad und Pedale in ein CAN-Bus4 System integriert sind. Der Demonstrator dient nicht nur dazu, die Entwicklung zu visualisieren und Bedienbarkeit und Feedback erlebbar zu machen. Vielmehr ist das Ergebnis Teil eines Fahrsimulators der es möglich machen soll, das innovative Interieur im Rahmen von wirklichkeitsnahen Fahrerlebnissen zu testen. Zukünftig soll über geeignete Probandentests untersucht werden, wie das entwickelte Interieur von verschiedenen Nutzertypen empfunden wird. Dabei geht es um eine Reihe
von Fragen, die die Nutzerfreundlichkeit, die Ästhetik, die Erkennbarkeit und Akzeptanz eines „grünen Charakters“ sowie die Funktionstüchtigkeit betreffen.

 

Projektpartner intern:     Prof. Dr. Martin Luccarelli, Prof. Dr.-Ing. habil. Natividad Martínez Madrid, Prof. Dr. Torsten Textor, Dipl. Ing. Kai Nebel

Projektlaufzeit:                 01.05.2018 - 30.04.2020

Übergeordnet hat wissenschaftliche Forschung zum Ziel, fundiertes Wissen zu generieren und zu verbreiten. Bei der Nachhaltigkeitsfor-schung geht es vor allem um das Schaffen von Bewusstsein und Ver-antwortung gegenüber „OUR COMMON FUTURE“. Themen des All-tagskonsums (insbesondere Textil) sind bisher kaum Bestandteil des Lehrplanes in Baden-Württemberg. Dadurch fehlen den Schülerin-nen und Schülern (SuS) & Lehrern auch grundlegende Rahmenbedingungen, um sich dieses Themas professionell anzunehmen. Die Sensibilisierung der SuS und Studierenden in Bezug auf Nachhaltigkeit ist somit ein wertvoller Beitrag zu Nachhaltigkeitsforschung und soll daher unbedingt weiter ausgebaut werden.  
Durch das vorliegende Projekt können Synergieeffekte auf verschie-denen Ebenen geschaffen werden:  

•    Mehrwert - Schule: Zunächst kommen SuS und Studierende zu-sammen, wobei sich die SuS intensiv bei den Studierenden über die Inhalte im Studium erkunden können und sich mit dem Campusleben vertraut gemacht werden. Darüber hinaus ist es für die SuS inspirierend, an einer solchen Studie teilzunehmen und sie bekommen tiefe Einblicke in die angewandte Forschung. Eine anschließende Präsentation der Ergebnisse steht nach Untersuchung und Analyse der gewonnenen Daten bevor und ist an der Hochschule Reutlingen geplant. Die Erkenntnisse können in das Lehrprogramm eingebunden werden und regen SuS schon früh zum kritischen und verantwortungsvollen Denken an. Das Thema befasst sich mit der Lebenswelt der SuS und sorgt somit für relevante Fragestellungen für die Jugendlichen. Durch die Partizipation der SuS am Forschungspro-zess werden sie zum verantwortungsvollen Handeln angeregt.
•    Mehrwert - Hochschule: Die Fakultät Textil & Design erschließt mit dem obengenannten Forschungsthema ein noch zu wenig erforschtes Gebiet und geht somit eine klare Forschungslücke an welche dabei helfen soll zukünftige Forschungsrichtungen hervorzuheben.
•    Mehrwert - Gesellschaft: Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften sind notwendig, um die Zukunft auf unserem Planeten zu sichern. Da die Textilindustrie einer der wesentlichen Verursacher von CO2, Wasserverbrauch und sozialen Missständen ist, fördert dieses Projekt wesentliche Bereiche der UN-Ziele. Im Hinblick auf die Veränderung in der Zivilgesellschaft hat dies somit auch transformativen Charakter, da durch die Forschung eine Verhal-tensveränderung impliziert wird.  

 

Projektlaufzeit: 01.09.2019 - 30.06.2022

Mittelgeber: Industrie

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochen Strähle

Entwicklung von digitalen Schablonen für optimale BH-Formen und dazugehöriger transferfähiger Materialtabellen. Erprobung verschiedener Scanpositionen mit einer definierten Anzahl an Probandinnen. Das beantragte Projekt “yourBRA” beschäftigt sich mit der Entwicklung eines komplexen Verfahrens zur Herstellung maßgeschneiderter Büstenhalter (BHs). Der Produktentstehungsprozess erfolgt vollautomatisch und erlaubt so die industrielle Produktion von maßgefertigter Wäsche. Die einzelnen Schritte des Prozesses werden bis zur Prototypenreife erprobt. Die Einzelschritte des Verfahrens umfassen u. a. die Entwicklung einer optimalen Scanposition zur vollständigen Beschreibung der weiblichen Brust und der exakten Bestimmung des Brustvolumens. Zur Visualisierung der Ideal-Brustform mit BH wird ein Verfahren entwickelt. So kann das Endprodukt ohne aufwendige Herstellung von Musterteilen präsentiert werden. Die Innovation besteht in der Entwicklung einer Software für die interaktive Schnittkonstruktion, welche eine automatische Schnitterstellung anhand personenindividueller Körpermaße und Einfluss der verschiedenen Materialparameter, erlaubt. Das hohe Maß an Innovation des Projektes zeigt sich in der Softwareentwicklung für die interaktive Schnittkonstruktion für Unterwäsche und der Verknüpfung von Maßtabellen, Stoffeigenschaften und Idealform in einen individuellen Bekleidungsschnitt. 

Projektlaufzeit: 01.07.2019 - 30.06.2021 

Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Katerina Rose

Menschen mit alterunsunabhängigen Fehlstellungen der Wirbelsäule und/oder des Beckens haben eine mehr oder weniger ausgeprägte verminderte Sitz- und Liegefähigkeit. Dies betrifft nicht zuletzt eine große Anzahl Kinder und junger Menschen. Für den Transport von Patienten mit ausgeprägten Fehlstellungen werden spezielle Transportschalen benötigt. Eine Anforderung an diese Schalen sind an die Fehlstellungen angepasste Sitz- & Liegeflächen, die so ausgestaltet sind, dass die Patienten unter Vermeidung von Druckspitzen transportiert werden können. Heute müssen solche Schalen als aufwendige Einzelanfertigung händisch hergestellt und angepasst werden. Im Rahmen des angestrebten Projektes soll ein innovatives Konzept entwickelt werden mit dem modulare Transportschalen individuell an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden können. Gleichzeitig sollen diese Transportschalen mit „smarten Materialien“ ausgestattet werden, die verschiedenen Funktionen und Zusatznutzen erfüllen können. Dabei geht es um das Monitoring von Vitalfunktionen, Möglichkeiten zum Regulieren des Komforts (z.B. Temperatur) und das Detektieren von Druckstellen beim liegenden Patienten.

Im Projekt MoTraScha wurde durch den Partner Sindojan ein Sitz entwickelt, der sich an die Körperformen von Kindern und jungen Menschen mit Fehlstellungen anpassen kann und der über lange Zeit durch die im Wachstum befindlichen Patienten genutzt werden kann. Als eine der Hauptaufgaben wurde an der Hochschule Reutlingen ein Sitzbezug entwickelt, der aufgrund der Materialauswahl und der speziellen Konfektionierung geeignet ist Anpassungen der Sitzform zu zulassen, ohne dass die Passform des Bezuges verloren geht. Die zweite Hauptaufgabe bestand darin, in den Sitz so genannte Textile Elektronik zu integrieren, die es erlaubt verschiedene Parameter auszulesen bzw. zu regulieren. Hierzu wurden Textile Sensoren entwickelt und in den Gesamtaufbaus integriert, die die Druckverteilung im Gesäßbereich, die Temperatur der Patienten, sowie eine Feuchtigkeitsänderung im  ein Einnässen Sitzbezug detektieren. Über die Integration textiler Heizelemente ist darüber hinaus eine Temperierung des Sitzes möglich.

 

Industriepartner:              Sindojan, OT Kiel

Projektlaufzeit:                 01.02.2021 - 28.02.2023

Ansprechpartner

Professur Oberflächenmodifikation & Veredlung

  • Vizedekan Forschung
  • Leitung des Lehr- und Forschungszentrums für Interaktive Materialien (IMAT)