Hochschule Reutlingen

Forschungsprojekte

Entdecken Sie innovative Textilforschungsprojekte fĂŒr eine nachhaltige Zukunft! Unsere ForschungsbemĂŒhungen vereinen modernste Technologien und traditionelle Handwerkskunst, um bahnbrechende Lösungen fĂŒr die textilbasierte Industrie zu entwickeln. Von intelligenten Geweben bis hin zu umweltfreundlichen Fasern - tauchen Sie ein in die Welt unserer wegweisenden Projekte, die die Grenzen der Textiltechnologie neu definieren. Erfahren Sie mehr ĂŒber unsere visionĂ€ren AnsĂ€tze und wie sie die Branche revolutionieren. Ihre Zukunft, gewoben aus Innovation und Nachhaltigkeit, beginnt hier.

Weitere Projekte

Auf Basis einer journalistischen Recherche entstand die Idee, einen Schuh zu entwickeln, der einen positiven Impact hat – konkret das bestehende MĂŒllproblem in Afrika zu adressieren, welches aus unserem Konsumverhalten, fehlender Herstellerverantwortung und Recyclingschwierigkeiten resultiert.  
Dazu gibt es eine Konzeptskizze, die in diesem Fördervorhaben zu einem realen Produkt entwickelt werden soll. Basis dafĂŒr ist ein Granulat aus nicht mehr nutzbaren Sneakern, die in Kenia gesammelt und aufbereitet werden. 
In diesem Projekt soll zudem transparent darĂŒber berichtet werden, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen uns bei dem Ziel einen „Impact-Sneaker“ zu entwickeln begegnen und welche Lösungen wir dafĂŒr finden. Zeitgleich soll anhand dieses konkreten Projektes ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsbildung in unserer Gesellschaft erbracht werden. 
Um die wesentlichen EinflussgrĂ¶ĂŸen wissenschaftlich sauber zu bewerten, wollen wir bilanzieren, was das Saldo unseres Projekts im Sinne der Nachhaltigkeit ist – und damit die Grundlage fĂŒr eine kontinuierliche Verbesserung der Schwachstellen legen. 
Die TEXOVERSUM FakultĂ€t Textil begleitet das wissenschaftlich auf zwei Ebenen. Auf der technologischen Ebene wird die Produktentwicklung insbesondere mit Blick auf die RecyclingfĂ€higkeit der verwendeten Materialien. Zudem wird ein Lifecycle-Assessment initiiert, um zu bewerten, ob der „Impact-Sneaker“ tatsĂ€chlich nachhaltiger ist als herkömmliche Produkte. Auf der managementorientierten Ebene wird das Projekt durch konsumentenorientierte Marktforschung begleitet, um die MarktfĂ€higkeit des entwickelten Produktes und des zugehörigen GeschĂ€ftsmodells von Beginn an sicherzustellen.  

 

Projektlaufzeit: 08.08.2022 - 31.07.2023

Mittelgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU

Ansprechpartner: Prof. Tina Weber und Dipl. Ing. FH Kai Nebel

m Projekt „Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von 3-dimensionalen Strukturen aus pflanzlichem Zellgewebe mittels 
„Pump Moulding“ soll am Beispiel der Sonnenblume die Verarbeitung von Zellgeweben, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Fasergusstechnologien untersucht werden. Bisher werden in der Textil-  und Papierindustrie nur Fasern verarbeitet, nicht jedoch das (nicht lineare) Zellgewebe. Bei der Fasergusstechnologie wird auf eine perforierte Negativform 
(Werkzeug) des herzustellenden Produktes die Faserstoffsuspension gegossen und durch Vakuum entwĂ€ssert. Durch den Entzug des Wassers lagern sich die Fasern an der FormoberflĂ€che ab und werden mittels einer Gegenform getrocknet. Beim Mark der Sonnenblume (folgend SBM) handelt es sich nicht um Fasern, sondern um das Gewebe der Pflanze. Die Verarbeitung pflanzlichen Gewebes mittels Faserguss sind in der Literatur bisher nicht untersucht. Auch sind Forschungsprojekte in diesem Bereich nicht bekannt.  Aufgrund der geometrischen Form wird im Gelege eine Perlmuttstruktur erwartet, die zu hoher Druck-  und Berstfestigkeit beitrĂ€gt. Dies soll ohne die Zugabe von Bindern erreicht werden, sodass sortenreines und biologisch abbaubares Material hergestellt werden kann. Bei erfolgreicher Umsetzung des Projekts, ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen. Zugleich handelt es sich bei den untersuchten Pflanzen um ein Nebenprodukt der Nahrungsindustrie, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Es wird keine weitere AnbauflĂ€che benötigt, und es entsteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie. Weitere AnsprĂŒche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung ĂŒber die Aufbereitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch ökonomische AnsprĂŒche wie ein finanzieller Mehrwert fĂŒr Landwirte, Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze und dadurch die Steigerung des Wohlstandes. Diese werden von der Sonnenblume, genauer gesagt dem Gewebe der Sonnenblume, erfĂŒllt. 

 

Projektlaufzeit: 01.12.2022 - 31.08.2023

Mittelgeber: Ministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-WĂŒrttemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Erfassung und Klassifizierung der betriebsinternen textilen Restposten. Evaluierung der Weiterverwendungs- und Recyclingmöglichkeiten. Empfehlung zu potenziellen Einsatzmöglichkeiten und ggf. Recyclingkonzepten. 

 

 

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung innovativer piezo-elektrischer Mehrkomponentengarne mit einem beweglichen Kern-Mantel-Aufbau und einer dadurch erhöhten FlexibilitĂ€t, Widerstands-fĂ€higkeit und ZuverlĂ€ssigkeit fĂŒr sensorische textile Materialien. Im Gegensatz zu bisherigen Forschungsbestrebungen zur Herstellung von Piezogarnen mit konzentrischem Aufbau sollen diese einen be-sonders hohen textilen (flexiblen und biegeweichen) Charakter auf-weisen und zu textilen FlĂ€chen weiter verarbeitbar sein. Dazu sollen die Garne auf Basis des piezoelektrischen Polymers Polyvinylidenflu-orid (PVDF) erstmals mithilfe der Kombination verschiedener Flecht-prozesse anstelle des Bikomponentenschmelzspinnverfahrens her-gestellt werden. Die Piezogarne sollen in Funktionsmustern exemp-larisch hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit evaluiert werden. 

 

 

Im hier beantragten Projekt möchten die Antragsteller am Beispiel der Sonnenblume untersuchen, ob Zellgewebe, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Vliesstofftechnologien verarbeitet werden können. Bisher werden in der Textilindustrie nur Fasern zum Beispiel aus der Rinde von Pflanzen verarbeitet, nicht jedoch das (nicht lineare) Zellgewebe aus dem StĂ€ngel. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob sich diese Gelege mit ihren mechanischen Eigenschaften zur Substitution von Polystyrol im Bereich Verpackung eignen. An einer Nassvliesanlage werden Vliese gebildet, indem Fasern in einer BĂŒtte in Wasser vereinzelt 
(Suspension) und die Suspension auf einem Sieb aufgeschwemmt werden. Durch das Sieb wird das Wasser abgesogen. ZurĂŒck bleiben die Fasern, die nun wirr als Gelege abliegen, anschließend getrocknet und abschließend anwendungsspezifisch ausgerĂŒstet werden. Bei dem Mark der Sonnenblume handelt es sich nicht um Fasern, sondern um das Gewebe der Pflanze. Die Verarbeitung von pflanzlichem Gewebe mittels der Nassvliestechnologie wurde in der Literatur bisher nicht untersucht, auch sind Forschungsprojekte in diesem Bereich unbekannt. Bisher wurde dieser Prozess nur mit Fasern durchgefĂŒhrt, andere Geometrien wurden nicht berĂŒcksichtigt. 
Es wird erwartet, dass je nach Art der Vorbehandlung des Gewebes, sprich des mechanischen Aufschlusses, verschiedene mechanische Eigenschaften erzielt werden können. Aufgrund der geometrischen Form wird im Gelege eine Perlmuttstruktur erwartet, die zu hoher Druck- und Berstfestigkeit beitrĂ€gt. Dies soll ohne die Zugabe von Bindern erreicht werden, sodass sortenreines und biologisch abbaubares Material hergestellt werden kann. 
Durch die Neuartigkeit der Idee hat das Projekt einen starken Forschungscharakter, da Grundlagen aus der Faserverarbeitung nur teilweise ĂŒbernommen werden können. Weitere Erkenntnisse mĂŒssen mittels experimentellen Vorgehens gewonnen und evaluiert werden. Durch diesen experimentellen Ablauf ist der Erfolg ungewiss. Sollte das Projekt jedoch erfolgreich umgesetzt werden, ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen und damit unendlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen. Zugleich handelt es sich bei den untersuchen Pflanzen um ein Nebenprodukt der Nahrungsindustrie, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Dadurch wird keine weitere AnbauflĂ€che benötigt, und es entsteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie. DarĂŒber hinaus ist die Sonnenblume nicht nur in Europa weitverbreitet, daher kann gewonnenes Wissen weltweit angewandt werden. Weitere AnsprĂŒche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung ĂŒber die Aufbereitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch ökonomische AnsprĂŒche wie den finanziellen Mehrwert fĂŒr Landwirte, Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze und dadurch die Steigerung des Wohlstandes. Diese werden von der Sonnenblume, genauer gesagt, dem Gewebe der Sonnenblume erfĂŒllt. 

 

Projektlaufzeit: 01.09.2022 - 31.08.2024

Mittelgeber: Vector Stiftung

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Volker Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Ziel des Forschungsprojektes ist die Substitution von Kunststoffen durch die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte auf der Basis von Naturfasern, z.B. zur Herstellung von Faservliesen fĂŒr die Landwirtschaft oder mehrdimensionale Faserstoffverpackungen mit Barriereeigenschaften sowie faserverstĂ€rkten Bauteilen aus regionalen Restfasern. Dies bietet fĂŒr viele Anforderungen und Branchen eine kostengĂŒnstige und nachhaltige Alternative zu den bislang eingesetzten rohölbasierten Kunststoffen. Im Projekt werden die nachhaltigen Rohstoffe und hergestellten Halbzeuge in Hinblick auf die geforderten Eigenschaften der verschiedenen Verpackungsanwendungen die mit Hilfe der Nass- und Trockenvliesstofftechnik hergestellt werden, evaluiert. Es werden dabei vor allem neuartige, bisher noch nicht eingesetzte natĂŒrliche  Rohstoffe untersucht. 

 

Projektlaufzeit: 01.12.2020 - 30.11.2023

Mittelgeber: Ministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-WĂŒrttemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Volker Jehle 

Aufgrund der klima- und umweltbedingten Probleme als entschei-dender Herausforderung der heutigen Generation, mĂŒssen vorhan-dene Produkte und Verfahren ĂŒberdacht und verbessert werden, um einen Beitrag zum europĂ€ischen Green Deal, der als Grundlage der Nachhaltigkeitsziele BaWĂŒ dient, zu leisten. DafĂŒr muss die Wirtschaft ressourceneffizienter werden, ohne dass das Wirt-schaftswachstum negativ beeinflusst wird. Unter anderem wird ge-fordert, das „Naturkapital der EU zu schĂŒtzen, bewahren und zu verbessern und die Gesundheit und Wohlergehen von Menschen vor umweltbedingten Risiken und Auswirkungen zu schĂŒtzen“. Eine Lösung zur Verminderung des Ressourcenverbrauchs ist die Kaskadennutzung von Pflanzen. Dabei sollen unter anderem Ne-benprodukte aus der Nahrungsmittelindustrie betrachtet werden, wodurch eine ganzheitliche Verwertung erzielt wird. Dabei sollen nicht-faser Bestandteile auf eine mögliche Verarbeitung mit textilen Verfahren untersucht werden. Die Verarbeitung pflanzlichen Gewe-bes mittels Faserguss ist weder in der Literatur untersucht, noch sind, ausgenommen der Projekte MINT und MLR mit ZellPumpM an der HS RT, keine weiteren Forschungsprojekte in diesem Bereich bekannt. Als Ausgangpunkt des Projektes steht die Identifizierung von weiteren kaskadennutzbaren markhaltigen Pflanzen, deren Ver-arbeitung und Einsatzmöglichkeiten. Daraus leitet sich unmittelbar eine ökologische und ökonomische Effizienzsteigerung ab, da aus einer bereits kultivierten Pflanze weitere Bestandteile Verwendung finden. Die Ausgangsrohstoffe werden mit textilen Verfahren aufge-schlossen und verarbeitet. Die aufgeschlossenen Rohstoffe werden mittels Faserguss zu primĂ€ren Produkten geformt. Bei der Faser-gusstechnologie wird auf eine perforierte Negativform (Werkzeug) des herzustellenden Produktes die Faserstoffsuspension gegossen und durch Vakuum entwĂ€ssert. Durch den Entzug des Wassers la-gern sich die Fasern an der FormoberflĂ€che ab und werden mittels Gegenform getrocknet.  
Innerhalb der Machbarkeitsstudie (Förderphase 1) „Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von 3-dimensionalen Strukturen aus pflanzlichem Zellgewebe mittels ‚Pump Moulding‘“ (ZellPumpM) wurde die Machbarkeit unter verschiedenen Aspekten wie ökologi-sche, soziale und ökonomische Auswirkungen am Beispiel der Son-nenblume sowie die Verarbeitung von deren Zellgeweben, die nicht linearen Strukturen entsprechen, mit Fasergusstechnologien erfolg-reich untersucht. Weitere AnsprĂŒche an einen verantwortungsvollen pflanzlichen Werkstoff von der Rohstoffgewinnung ĂŒber die Aufbe-reitung bis zur Entsorgung sind neben den ökologischen auch öko-nomischen AnsprĂŒche, wie ein finanzieller Mehrwert fĂŒr Landwirte, Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze und Steigerung des Wohlstandes die Folge. Es wurden erfolgreich erste Prototypen hergestellt, wodurch sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von pflanzlichen Werkstoffen zur Substitution von Kunststoffen ergibt. 
Ziel des Projektes (ZellPumpM2) ist die Identifizierung von weiteren pflanzlichen Ressourcen innerhalb einer Kaskadennutzung, die Auf-bereitung dieser Ressourcen und Ermittlung möglicher Einsatzge-biete. Hierzu gehört die Erweiterung des Kenntnisstandes bei der Verwendung von pflanzlichen nicht-faser Materialien. Ebenso wer-den im Projekt weitere innovative Ideen und Möglichkeiten zur Sub-stitution von Kunststoffen mittels Faserguss, die bisher noch nicht durchgefĂŒhrt wurden, entwickelt.   

 

Projektlaufzeit: 01.11.2023 - 31.10.2025

Mittelgeber: Ministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-WĂŒrttemberg 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Jehle und M.Sc. Charlotte Braun

Der Bereich Smart Textiles gilt als Wachstumsmarkt. Bis 2021 sollen z.B. bereits 238 Mio. Smart Wearables produziert werden. Diese sind von einer geeigneten Energieversorgung abhĂ€ngig, die in der Regel durch konventionelle Batterien/Akkus sichergestellt wird. Superkondensatoren sind langlebige Energiespeicher, die u.a. dort eingesetzt werden wo Energie schnell gespeichert oder freigesetzt werden muss. Die Elektroden solcher Superkondensatoren können auch aus Carbon-Nanovliesen hergestellt werden. Davon ausgehend sollen textile, also flexible, Superkondensatoren entwickelt werden, die eine geeignete Integration von Energiequellen in ein Smart Textile erlauben, ohne dass auf konventionelle Batterien oder Akkus zurĂŒckgegriffen werden muss.  Energiespeicherung ist ein wichtiges Zukunftsthema. FĂŒr Wearables, sind textile Energiespeicher ein konsequenter Schritt zu einer stĂ€rkeren Integration von elektronischer Komponenten in ein Textil. Energiespeichernde Textilien sind aber auch fĂŒr andere Bereiche sehr interessant. Im Automotivebereich bspw. Ă€ndern sich mit der zunehmenden Elektrifizierung und dem autonomen Fahren die Nutzungsszenarien. Daraus ergeben sich neue Anforderung an das Interieur. Interieurtextilien werden zunehmend mit elektronischen Funktionen ausgestattet oder könnten als Energiespeicher interessant werden. Das Forschungsprojekt, beinhaltet die Schaffung der Grundlagen und die Entwicklung geeigneter Kohlefasernanovliese (Projektpartner DTNW), die Entwicklung geeigneter Separatorvliese und die Realisation textiler Superkondensatoren auf dieser Basis. Die Forschungsschwerpunkte liegen hier auf dem Spinnen von Nanofaservliesen aus bspw. Polyacrylnitril, die anschließend ĂŒber Carbonisierungsverfahren in Carbon-Nanofaservlies umgewandelt werden. Auf diese Art entstehen Elektrodenmaterialien mit sehr großer OberflĂ€che. Über geeignete Funtionialisierung/Dotierung der Spinlösungen mit Metalloxid-PrĂ€kursoren und weitere Additiven sollen dotierte und poröse Carbonnanofaservliese hergestellt werden. Durch die resultierende zusĂ€tzliche OberflĂ€chenvergrĂ¶ĂŸerung ergeben sich signifikante Steigerungen der ElektrodenoberflĂ€chen, was zu einer KapazitĂ€tsteigerung der Kondensatoren fĂŒhren soll. Durch die Dotierung sollen Kondensatoren realsiert werden, die zusĂ€tzlich eine elektrochemische PseudokapazitĂ€t besitzen. An der Hochschule Reutlingen werden hierzu maßgebliche Charakterisierungen, insbesondere der elektrischen Eigeschaften durchgefĂŒhrt. Außerdem werden verschiedene Elektrolytsysteme untersucht, wobei insebsondere ionische FlĂŒssigkeiten eine Rolle spielen, da hier höhere Spannungen als bei wĂ€ssrigen Elektrolyten angewendet werden können. Dabei ist die Herausforderung nicht nur das Realisieren möglichst leitsungsfĂ€higer Superkondesatoren, sondern auch die Übertragung in ein textiles Produkt.   

 

Projektlaufzeit: 01.03.2021 - 31.10.2023 

Mittelgeber: Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz 

Ansprechpartner: Prof. Dr. Torsten Textor

Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung hoch-elastischer Cobotschutz-hĂŒllen, welche den speziellen, sicherheitstechnischen Anforderun-gen durch geringste GegenkrĂ€fte bei höchstmöglicher Bewegungs-freiheit entsprechen. Dies erfordert die Analyse, Simulation und Optimierung der physikalischen Eigenschaften von SchutzhĂŒllen fĂŒr Cobots.  
Des Weiteren sollen eine Stoffstruktur entwickelt werden, die den Cobot vor Ă€ußeren EinflĂŒssen schĂŒtzt, aber gleichzeitig hochelasti-sche Eigenschaften aufweist sowie Konfektionierungslösungen ent-wickelt werden, die Materialmehrweiten vermeiden, aber gleichzeitig einen grĂ¶ĂŸtmöglichen Bewegungsradius des Roboters gewĂ€hrleisten. Die elastische Beschichtung weißt eine glatte OberflĂ€che wodurch  die HĂŒllen teilweise gereinigt werden können und die Nutzungszeit verlĂ€ngert wird. Dies ist ein erheblicher Beitrag zur nach-haltigen Nutzung der SchutzhĂŒlle. 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2020 – 31.07.2022 

Mittelgeber: Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Katerina Rose

Im Vorhaben werden wettbewerbsĂŒbergreifend durch die 3 Projektpartner verschiedene Langfaserkonzepte in anwendungsspezifischer Form mit Kurzfaservliesen kombiniert. Damit werden dem Markt faserkeramische hybride Materialien (O-CMC) zur VerfĂŒgung gestellt, welche optimale Kosten-
/Nutzenmerkmale bieten. Neben der Entwicklung von Hybriden Vlies–Filamentkombinationen, kommen FaserabfĂ€lle, die bei der Wickeltechnik anfallen zum Einsatz. Damit wird die Kostensituation wesentlich verbessert. Ein weiterer zusĂ€tzlicher Aspekt ist der Einsatz der Oxid Keramischen Faserverbundwerkstoffe fĂŒr den Einsatzbereich von thermoschockbestĂ€ndigem Composite im Ofenbereich. Hier sollen Kostensenkungsziele von 80% dargestellt werden. Im Bereich der  O-CMC ohne FunktionseinschrĂ€nkung liegen die Kostensenkungen bei 5% und 30% beim Einsatz von Recyclatfaser mit gewissen EinschrĂ€nkungen im O-CMC Bauteil. Neben der Evaluierung und Verarbeitbarkeit der Recylatfasern im Nassvliesprozess werden Vlies-Filamenthybride entwickelt, und die Verarbeitungstechnik im Bereich der Wickeltechnologie sowie der textilen Strukturtechnologie der jeweiligen Industriepartner entwickelt um kostengĂŒnstige Bauteile zu realisieren. 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2020 - 30.04.2022

Mittelgeber: Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie 

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Volker Jehle

Ziel ist die Entwicklung und Evaluierung von Materialzusammenset-zungen und ProzesskenngrĂ¶ĂŸen fĂŒr die Entwicklung von Nassvliesen aus Fasern aus GĂ€rresten. 
Im ersten Schritt werden verschiedene Binder im Labormaßstab zur Rezeptermittlung an der Nassvliesanlage evaluiert.  
Im zweiten Schritt werden die Prozessparameter fĂŒr die Verarbeitung von GĂ€rresten auf der Nassvliesanlage ermittelt. 

 

Projektlaufzeit: 01.07.2019 - 31.05.2020

Mittelgeber: Industrie

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Volker Jehle

Übergeordnet hat wissenschaftliche Forschung zum Ziel, fundiertes Wissen zu generieren und zu verbreiten. Bei der Nachhaltigkeitsfor-schung geht es vor allem um das Schaffen von Bewusstsein und Ver-antwortung gegenĂŒber „OUR COMMON FUTURE“. Themen des All-tagskonsums (insbesondere Textil) sind bisher kaum Bestandteil des Lehrplanes in Baden-WĂŒrttemberg. Dadurch fehlen den SchĂŒlerin-nen und SchĂŒlern (SuS) & Lehrern auch grundlegende Rahmenbedingungen, um sich dieses Themas professionell anzunehmen. Die Sensibilisierung der SuS und Studierenden in Bezug auf Nachhaltigkeit ist somit ein wertvoller Beitrag zu Nachhaltigkeitsforschung und soll daher unbedingt weiter ausgebaut werden.  
Durch das vorliegende Projekt können Synergieeffekte auf verschie-denen Ebenen geschaffen werden:  

‱    Mehrwert - Schule: ZunĂ€chst kommen SuS und Studierende zu-sammen, wobei sich die SuS intensiv bei den Studierenden ĂŒber die Inhalte im Studium erkunden können und sich mit dem Campusleben vertraut gemacht werden. DarĂŒber hinaus ist es fĂŒr die SuS inspirierend, an einer solchen Studie teilzunehmen und sie bekommen tiefe Einblicke in die angewandte Forschung. Eine anschließende PrĂ€sentation der Ergebnisse steht nach Untersuchung und Analyse der gewonnenen Daten bevor und ist an der Hochschule Reutlingen geplant. Die Erkenntnisse können in das Lehrprogramm eingebunden werden und regen SuS schon frĂŒh zum kritischen und verantwortungsvollen Denken an. Das Thema befasst sich mit der Lebenswelt der SuS und sorgt somit fĂŒr relevante Fragestellungen fĂŒr die Jugendlichen. Durch die Partizipation der SuS am Forschungspro-zess werden sie zum verantwortungsvollen Handeln angeregt.
‱    Mehrwert - Hochschule: Die FakultĂ€t Textil & Design erschließt mit dem obengenannten Forschungsthema ein noch zu wenig erforschtes Gebiet und geht somit eine klare ForschungslĂŒcke an welche dabei helfen soll zukĂŒnftige Forschungsrichtungen hervorzuheben.
‱    Mehrwert - Gesellschaft: Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften sind notwendig, um die Zukunft auf unserem Planeten zu sichern. Da die Textilindustrie einer der wesentlichen Verursacher von CO2, Wasserverbrauch und sozialen MissstĂ€nden ist, fördert dieses Projekt wesentliche Bereiche der UN-Ziele. Im Hinblick auf die VerĂ€nderung in der Zivilgesellschaft hat dies somit auch transformativen Charakter, da durch die Forschung eine Verhal-tensverĂ€nderung impliziert wird.  

 

Projektlaufzeit: 01.09.2019 - 30.06.2022

Mittelgeber: Industrie

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochen StrĂ€hle

Entwicklung von digitalen Schablonen fĂŒr optimale BH-Formen und dazugehöriger transferfĂ€higer Materialtabellen. Erprobung verschiedener Scanpositionen mit einer definierten Anzahl an Probandinnen. Das beantragte Projekt “yourBRA” beschĂ€ftigt sich mit der Entwicklung eines komplexen Verfahrens zur Herstellung maßgeschneiderter BĂŒstenhalter (BHs). Der Produktentstehungsprozess erfolgt vollautomatisch und erlaubt so die industrielle Produktion von maßgefertigter WĂ€sche. Die einzelnen Schritte des Prozesses werden bis zur Prototypenreife erprobt. Die Einzelschritte des Verfahrens umfassen u. a. die Entwicklung einer optimalen Scanposition zur vollstĂ€ndigen Beschreibung der weiblichen Brust und der exakten Bestimmung des Brustvolumens. Zur Visualisierung der Ideal-Brustform mit BH wird ein Verfahren entwickelt. So kann das Endprodukt ohne aufwendige Herstellung von Musterteilen prĂ€sentiert werden. Die Innovation besteht in der Entwicklung einer Software fĂŒr die interaktive Schnittkonstruktion, welche eine automatische Schnitterstellung anhand personenindividueller Körpermaße und Einfluss der verschiedenen Materialparameter, erlaubt. Das hohe Maß an Innovation des Projektes zeigt sich in der Softwareentwicklung fĂŒr die interaktive Schnittkonstruktion fĂŒr UnterwĂ€sche und der VerknĂŒpfung von Maßtabellen, Stoffeigenschaften und Idealform in einen individuellen Bekleidungsschnitt. 

Projektlaufzeit: 01.07.2019 - 30.06.2021 

Mittelgeber: Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie

Ansprechpartner: Prof. Dr.- Ing. Katerina Rose

Ansprechpartner

Professur OberflÀchenmodifikation & Veredlung

Vizedekan Forschung

Leitung des Lehr- und Forschungszentrums fĂŒr Interaktive Materialien (IMAT)