Flugsimulator, Creative Coding und smarte Textilien begeistern Schülerinnen beim Girl`s Day

Schülerinnen testen den Flugsimulator und lernen das Flugzeugprojekt des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen beim Girls Day kennen.
Ein Tag, der Türen öffnet – und plötzlich wird aus Neugier eine Idee für die Zukunft. Genau diesen Moment erlebten 28 Mädchen aus den Schulen der Region, die sich für einen Workshop an der Hochschule Reutlingen entschieden hatten. Das spannende Angebot der Fakultäten Technik, Informatik und der TEXOVERSUM Fakultät Textil sollte das Interesse der Teilnehmerinnen an MINT-Studiengängen stärken und ein Kennenlernen frei von Rollenbildern ermöglichen.
An der Fakultät Technik begann der Tag mit einem Do it yourself-Projekt rund um Mikrocontroller, durchgeführt von letsgoING – einem Bildungsprojekt, das praxisnahe Ansätze für Technik und Digitalisierung im Kernfach Naturwissenschaft und Technik liefert. Zwölf Schülerinnen gravierten mit einem CNC-Laser ihre Namen in Plexiglas und brachten anschließend mithilfe eines Mikrocontrollers und farbiger LEDs ihr Namensschild zum Leuchten. Die dafür benötigte Platine löteten die Mädchen selbst. Nach einer Vorführung verschiedener Roboter im hochschuleigenen Roboterlabor folgte als weiteres Highlight die Besichtigung eines echten Flugzeugs: Das „IP-Plane“ wird von Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen gebaut. Die Schülerinnen durften mit dem Flugsimulator auf dem Stuttgarter Flughafen landen, was allen sehr gut gelang!
Wie kreativ kann Code sein? Dieser Frage gingen elf Mädchen aus den Klassenstufen 7-9 im ausgebuchten Workshop der Fakultät Informatik nach und ließen sich von Professorin Anja Hartmann zeigen, wie aus Code lebendige Kunst entstehen kann. Zum Einstieg probierten die Schülerinnen zwei interaktive Spiele aus – das „Bananenklavier“ und „Creator of Nature“. Dann stand nicht das klassische Programmieren, sondern kreatives Gestalten im Vordergrund: Die Teilnehmerinnen lernten, wie sie mit verschiedenen Tools Animationen für eine interaktive Medieninstallation erschaffen können. Am Tablet entwarfen sie digitale Motive und verwandelten sie mithilfe von professioneller Animationssoftware in interaktive Installationen, die beispielsweise auf Handbewegungen reagieren. So flatterten schließlich Sterne, Seifenblasen oder Vögel über die große Leinwand im Filmstudio der Fakultät.
In den Laboren der TEXOVERSUM Fakultät Textil ging es ebenfalls interaktiv und kreativ zu: Ein eigenes Textil, das Wärme erzeugen kann, sollte hergestellt werden. Nach einem Blick in die Welt smarter und technischer Textilien, die in Funktionskleidung, Medizintechnik, Bau- und Werkstoffen Einsatz finden, wurden die fünf Zehntklässlerinnen selbst aktiv. Für ihr Heiztextil bedruckten sie zunächst ein spezielles leitfähiges Material, was sie nach dem Trocknen in Mustergröße zuschnitten. Im Sticklabor wurden für alle Muster Leiterbahnen mit leitfähigem Garn gestickt, die anschließen mit dem beschichteten Material im Thermotransferdruck verbunden wurden. Mit einer Batterie als Stromquelle konnten dann alle testen, ob und wie viel Wärme ihr Textil erzeugt – es hat bei allen funktioniert! Abgerundet wurde das Programm mit einer Führung durch die Textillabore und das TEXOVERSUM Gebäude.
Nach den Workshops gab es für die Schülerinnen noch Einblicke in die jeweiligen Studiengänge der Technik, der Medien- und Kommunikationsinformatik und dem Textilen Ingenieurwesen. Sie erfuhren, was man dort studiert, wie der Studienalltag aussieht und welche Zukunftsjobs sich bieten. Am Ende des Tages wurde der Girls’Day an der Hochschule Reutlingen von allen Beteiligten als voller Erfolg bewertet und die Teilnehmerinnen konnten viele spannende Eindrücke vom Campus mit nach Hause nehmen.














