Promotion an der TEXOVERSUM Fakultät Textil

Dr. Florianne Courtin nach erfolgreichem Abschluss ihrer Promotion mit den Mitgliedern ihrer Promotionskommission. V. l. n. r.: Prof. Dr. Martin Müller , Dr. Florianne Courtin, Prof. Dr. Matthias Freise, Prof. Dr. Michael Hiete . Foto: privat.
Mit der Bestnote summa cum laude hat Florianne Courtin ihre Promotion abgeschlossen. In ihrer Dissertation untersucht die Wirtschaftswissenschaftlerin, warum Sozialaudits und Nachhaltigkeitszertifizierungen trotz bestehender Kritik weiterhin eine zentrale Rolle in globalen textilen Lieferketten spielen. Die Arbeit entstand im Rahmen des kooperativen Promotionsmodells der Hochschule Reutlingen und der Universität Ulm und wurde von Prof. Dr. Matthias Freise betreut.
„Die Promotion von Florianne Courtin zeigt, dass wir am TEXOVERSUM Forschung auf hohem internationalem Niveau betreiben. Gerade im Bereich nachhaltiger Lieferketten leisten wir wichtige Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie“, sagt Prof. Dr. Jochen Strähle, Dekan der TEXOVERSUM Fakultät Textil.
Der Hochschule Reutlingen ist Courtin seit ihrem Studium verbunden. Nach ihrem Bachelorabschluss im Studiengang International Fashion Retail (heute International Fashion Business) an der TEXOVERSUM Fakultät Textil, einem Masterstudium an der Malmö University in Schweden und einer Tätigkeit als Beraterin kehrte sie für ihre Promotion an ihre Alma Mater zurück.
In ihrer Dissertation „Woven into the Chain: Trustworthiness, Power Dynamics, and Framing of Social Audits and Sustainability Certification in Global Textile Supply Chains“ untersucht sie, warum Sozialaudits und Nachhaltigkeitszertifizierungen trotz bekannter Schwächen fortbestehen. Ihre Forschung zeigt, wie unterschiedliche Interessen und Sichtweisen entlang der Lieferkette dazu beitragen, bestehende Systeme aufrechtzuerhalten - selbst dann, wenn ihre Wirksamkeit kritisch hinterfragt wird.
Im Rahmen eines Forschungsaufenthalts in Pakistan besuchte Courtin Bekleidungsfabriken und sprach mit Auditoren sowie weiteren Akteuren der Lieferkette. „Besonders spannend finde ich, dass die verschiedenen Stakeholdergruppen oftmals dieselben Probleme benennen, aber grundverschiedene Vorstellungen davon haben, wie diese gelöst werden sollten. Jeder zeigt auf jemand anderen“, sagt Courtin. Genau diese unterschiedlichen Sichtweisen beleuchtet ihre Dissertation.
Nach ihrer Promotion kehrte sie zu McKinsey zurück. Dort beschäftigt sie sich im Bereich Consumer Goods Operations weiterhin mit Fragestellungen rund um Produkte, Einkauf und globale Lieferketten.
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