Transportation Interior Design auf internationaler Bühne

Die enge Zusammenarbeit mit der Fahrzeugindustrie der Region gehört zu den besonderen Stärken des Studiengangs Transportation Interior Design (TID) am TEXOVERSUM. Doch wer Fahrzeuge für einen globalen Markt entwerfen möchte, muss noch weiter über den Tellerrand hinausblicken. Dafür sorgte im Sommersemester die Kooperation mit dem Geely Innovation Design Center Italy, das Teil des globalen Designnetzwerkes des chinesischen Autokonzerns ist. Geely stellte dabei nicht nur das Semesterprojekt, sondern lud die Studierenden auch zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ein. Für TID-Student Alec Priester führte dieser Weg nun einmal um die halbe Welt: von Reutlingen über Mailand bis nach Chengdu im fernen China. Nachdem er sich im Frühjahr mit dem Entwurf seines Mobilitätskonzepts durchgesetzt und am Vorbereitungsprogramm im Mailänder Design Center teilgenommen hatte, gehörte er nun im Juli zu den 34 Finalistinnen und Finalisten des Global Innovation Design Camps. Professorin Katharina Jose begleitete Alec auf seiner Reise und gibt Einblicke in die aufregenden Camp-Zeit.
Ankommen und Eintauchen
Schon bei der Ankunft am 12. Juli wurde klar: Dieses Camp ist weit mehr als ein Designwettbewerb. Studierende von 27 Hochschulen aus Europa und Asien kamen in Chengdu zusammen, um sich eine Woche lang intensiv mit Zukunftskonzepten für die Automobilbranche auseinanderzusetzen. Nach dem ersten Kennenlernen begann gleich der Austausch zwischen den Designtalenten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und China. Unter dem Motto „Better Life, Symbiosis and Integration“ bot das diesjährige Programm auch eine Plattform für die mitangereisten Mentorinnen und Mentoren, sich in Round-Table-Diskussionen über die Ausbildung und kulturelle Standpunkte zur Mobilität der Zukunft auszutauschen.
Feinschliff und neue Perspektiven
Während tagsüber intensiv an den Konzepten gefeilt wurde, bot das Rahmenprogramm Gelegenheit, Chengdu und die Kultur der chinesischen Provinz Sichuan kennenzulernen – vom gemeinsamen kulinarischen Hot Pot-Erlebnis bis zur abendlichen Stadterkundung. Dabei entstand unter den Studierenden eine besondere Gemeinschaft: Ideen wurden diskutiert, Konzepte gemeinsam weiterentwickelt, Präsentationen gegenseitig geübt. Das neue internationale Netzwerk, der kulturelle Austausch und das „Peer Learning“ brachten für Alec wohl den größten Mehrwert.
Der große Auftritt – Bühne frei
Bevor die Jury entschied, standen intensive Präsentationstrainings auf dem Programm. Alle Teilnehmenden stellten sich und ihr Projekt vor und erläuterten, wie sie an den Designprozess herangegangen sind. Für Alec hieß das: letzte Anpassungen und konzentrierte Vorbereitung mit seinem französischen Projektpartner, bevor es ernst wurde.
Am 18. Juli präsentierten schließlich alle 34 Finalistinnen und Finalisten ihre Mobilitätskonzepte vor einer internationalen Fachjury. Fünf Minuten Präsentation an einer großen Powerwall, anschließend fünf Minuten Fragen – eine Herausforderung, die Alec souverän meisterte. Besonders seine klare Präsentation und seine durchdachten Antworten im Q&A-Teil wurden hervorgehoben. Der Einsatz zahlte sich aus: Er wurde mit dem Cultural Concept Award ausgezeichnet.
Mehr als ein Wettbewerb
Mit der Preisverleihung endete zwar das Camp, nicht jedoch die Reise. Allen ausgezeichneten Teilnehmenden wurde ein Praktikum bei Geely angeboten – Alec wird dieses Anfang 2027 am Designstandort Mailand antreten. Noch wichtiger als der Preis sind jedoch die Erfahrungen, die er mit zurück nach Reutlingen bringt: internationale Kontakte, neue Perspektiven auf die Mobilität der Zukunft und die Gewissheit, Teil einer weltweiten Community junger aufstrebender Automobildesignerinnen und -designer zu sein. Genau diese Verbindung aus akademischer Ausbildung, internationalem Austausch und enger Zusammenarbeit mit der Industrie macht den Studiengang Transportation Interior Design am TEXOVERSUM aus.
Ankommen und Eintauchen




































