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Leichtfahrzeuge als urbaner Mobilitätstrend

02.02.2024

Leichtfahrzeuge als urbaner Mobilitätstrend

Voller Erfolg der TID Werkschau zum Thema "Lightweight urban mobility" im tollen Ambiente des Reutlinger Clubs SixFeetUnder

Foto: Hochschule Reutlingen

Agil, platzsparend, umweltbewusst: Elektrische Mini-Flitzer können eine Antwort sein auf verstopfte Innenstädte. Studierende des Studiengangs Transportation Interior Design der Hochschule Reutlingen haben sich ein Semester lang intensiv mit Fragen zukünftiger Mobilität beschäftigt. Ihre Ergebnisse zum Thema „Lightweight urban mobility“ präsentierten sie am 2. Februar im Reutlinger Club „SixFeetUnder“ der interessierten Öffentlichkeit.

Unsere Städte werden immer stärker von Verkehr und Umweltverschmutzung belastet. Deshalb ist nachhaltige urbane Mobilität auf dem Vormarsch und Schwerpunkt städtischer Entwicklung. Ihre Zukunft wird vielfältiger, intelligenter und liegt in erschwinglichen, nachhaltigen Verkehrsmitteln und neuen Infrastrukturen. Hierzu können Fahrzeugkonzepte beitragen, die bislang noch ein Nischendasein führen: elektrische Klein- und Leichtfahrzeuge unterhalb der Pkw-Klasse. Denn warum muss ein Fünfsitzer in die Stadt fahren, wenn man doch allein oder höchstens zu zweit unterwegs ist? Würde nicht ein kleiner Flitzer reichen, der sich wendig auf engem Platz bewegt und Menschen versorgt, die nicht so mobil sind? Könnten also innovative Leichtfahrzeuge den urbanen Herausforderungen begegnen und damit das Lebensgefühl aller Stadtbewohner verbessern?  

Mit dieser Frage haben sich Studierende des Studiengangs Transportation Interior Design an der TEXOVERSUM Fakultät Textil in diesem Wintersemester auseinandergesetzt. Im Projekt „Lightweight urban mobility“ in Kooperation mit der Firma AtTrack aus Stuttgart entstanden alltagstaugliche Lösungen für vierrädrige Leichtfahrzeuge der Klasse L7e mit 1½ bis 2 Sitzen. „Gefragt waren Ideen für den Einsatz elektrischer Leichtfahrzeuge in einer üblicherweise schwer zugänglichen Innenstadt. Sie sollten einen konkreten Nutzen stiften und damit der Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern einen Mehrwert bieten.“, beschreibt Studiendekanin Prof. Andrea Lipp-Allrutz die Aufgabenstellung näher.  

Nach der Analyse aktueller Verkehrssituationen in Städten und nachhaltiger urbaner Mobilitäts- und Lifestyle-Trends stand für die Studierenden die Frage im Mittelpunkt: Welche Probleme und Bedürfnisse bestehen und wie kann ein intelligentes Leichtfahrzeug diese aufgreifen, welche Dienstleistungen anbieten? Wie sehen dann unterschiedliche Beförderungskonzepte aus? Ein Leichtfahrzeug etwa, mit dem der geliebte Vierbeiner zusammen mit Herrchen oder Frauchen stressfrei an sein Ziel kommt? Ein wendiges Service-Mobil für Pflegekräfte? Ein Versorgungsfahrzeug für Wohnungslose, die sich im ausfaltbaren Zelt betreuen lassen können? Oder doch lieber mit dem Freizeit-Equipment im flexiblen Stauraum hinaus in die Natur?

Für die kreativen Interieur-Lösungen recherchierten die Studierenden zu Beginn ihrer Arbeit inspirierende Form- und Designtrends sowie smarte und nachhaltige Materialien. Unterstützt vom Knowhow des Unternehmenspartners AtTrack entstanden visionäre Fahrzeugkonzepte, bei denen die Studierenden ihre gestalterischen und darstellerischen Fähigkeiten unter Beweis stellten. Dabei reicht ihr Repertoire von tollen Skizzen und fotorealistischen Bildern über innovative Materialien bis hin zu Computervisualisierungen und Filmen. Auch Virtual Reality Darstellungen gehören in den höheren Semestern dazu. „Mit diesen Fähigkeiten sind unsere Absolvierenden bestens vorbereitet auf die spannenden Jobs in der Industrie. Sie werden uns geradezu „aus den Händen gerissen“, freut sich die Studiendekanin über die Beliebtheit und Zukunftsfähigkeit des Studiengangs am TEXOVERSUM. 

Die Ergebnisse ihrer Projekt- und Abschlussarbeiten zeigten die Studierenden auf ihrer Werkschau am 2. Februar in der Reutlinger Eventlocation „SixFeetUnder“. Faszinierend, mit welchen Fähigkeiten ausgestattet die höheren Semester ihre Fahrzeugideen in Bild, Video, Modell- und Materialarbeiten präsentierten. Das zahlreich erschienene Publikum erhielt auch einen Einblick in den Beginn des praxis- und zukunftsorientierten Studiengangs: Zu den vermittelten Grundlagen künstlerischer Gestaltung gehören Skizzieren & Zeichnen, Kenntnisse über Materialien, sowie die Arbeit an Tonmodellen und erste Versuche der digitalen Darstellung.

Außerdem fand eine Studien- und Mappenberatung statt, bei der Professorinnen und Professoren über das Studium, die Berufschancen und den Weg zu einem Studienplatz informierten. Viele Interessierte hatten eigene künstlerische Arbeiten dabei hat und holten sich dazu Feedback und Tipps ein.

 

Im Anschluss an die Ausstellung im SixFeetUnder sind die Arbeiten weiter online zu sehen: https://reut.incom.org/projects/keyword/Werkschau-TID-Winter-2024

Eine ausführliche Beschreibung aller Projekte finden Sie zum Download am Ende dieser Seite. Eine kleine Bildergalerie ebenfalls.
 

Folgende Highlights werden ausgestellt:

„OASIS“– Marc Sommer (3. Sem. Bachelor TID) 
Mit dem Fahrzeug „OASIS“ werden Wohnungslose in der Innenstadt mit Medikamenten, Getränken und Decken versorgt und können sich bei Kälte im geheizten Zelt aufwärmen.

„Guardian Angel“– Calvin Hensle (3. Sem. Bachelor TID)
Einkaufen allein mit Kind? Der „Guardian Angel“ wartet vor dem Supermarkt mit flexiblem Ladebereich zum schnellen Verstauen der Einkäufe und mit auf alle Größen des Nachwuchses anpassbaren Sitzen.

„Quick Repair“– Elena Chatzi (3. Sem. Bachelor TID)
Handy kaputt? Der Mobile Handy-Reparatur-Kiosk auf dem Marktplatz, der schnell vor Ort Handyreparaturen annimmt und erledigt.

„SKELETON“– Luca Monteiro (3. Sem. Bachelor TID)
Mit dem geliebten Vierbeiner nur Stress in öffentlichen Verkehrsmitteln? Im „SKELETON“ ist er bestens untergebracht und kommt zusammen mit Herrchen oder Frauchen stressfrei und sicher an sein Ziel.

„Easy Link“– Phillip Hezinger (3. Sem. Bachelor TID)
Mit dem Rollstuhl mobil und selbstbestimmt unterwegs: Das Konzept „Easy Link“ nimmt seinen Insassen wie in einen Hafen auf, stabilisiert und unterstützt ihn ohne fremde Hilfe - für mehr selbstbestimmte Mobilität mobilitätseingeschränkter Personen.

„light space“– Luis Heinrich (5. Sem. Bachelor TID)
Mit wenigen Handgriffen ist das Fahrrad oder große Outdoor-Equipment im „light space“ verstaut und schon kann es losgehen, hinaus ins Outdoor-Abenteuer. Das Interieur bietet einen flexiblen multifunktionalen Stauraum und Platz für bis zu zwei Personen.

„Infolighter“– Lien Bilal (5. Sem. Bachelor TID)
Das Info-Mobil in der Stadt: Die Außenflächen falten sich auf und werden zur modernen Litfaßsäule, die Besucher, Neulinge und Bewohner der Stadt informiert über Was – Wann - Wo? Der Fahrer des Info-Mobils ist vor Ort und lädt zum Austausch in der entstehenden Kommunikationsecke ein.

„medicar - medical care mobil“– Larissa Kärger (2. Sem. Master TID)
Das wendige Service-Mobil für Pflegekräfte, das bei der Arbeitsvorbereitung und Organisation unterstützt und den Weg zum nächsten Patienten zur Verschnaufpause werden lässt.

„Lego Buddy“– William Freitag (2. Sem. Master TID)
Das Kleinfahrzeug für alle ohne Führerschein, z.B. Kinder und Ältere. Ein Fahrzeug für alle, die sich lieber fahren lassen - autonom, kinderleicht per Assistent zu steuern, hilft es mit herausfahrbaren Sitzen auch noch beim Ein- und Aussteigen.

"Athletic Lifestyle Interior" - Bachelor-Thesis Alexander Lehner (7. Sem. Bachelor TID)
Ein Basketballkorb auf dem Dach? Es ist mehr als das! Das Konzept „Athletic Lifestyle Interior“ bringt analoge Aktivitäten in eine zunehmend digitale Welt. Mit wenigen Handgriffen ist der Basketballkorb entfaltet, sind Sitze und alles für einen aktiven, sozialen Lifestyle nach draußen gebracht. Also leg das Handy weg, nimm deine Freunde mit und wirf ein paar Körbe!